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26. Tag im Studio

Friday, July 31st, 2009

So, das war´s! Fertig! Der gestrige Donnerstag war der letzte Studiotag. Florian hatte schon einige Lieder fertiggemastert, die restlichen mussten noch in der Lautstärke angepasst. Danach wurden die Lieder in die von mir gedachte Reihenfolge gebracht und Florian hörte sich die Übergänge an, ob ihm das so gefällt. Dann überlegten wir, wie lange die Pausen zwischen den einzelnen Liedern sein sollen und wir regelten das dann individuell. Als wir damit fertig waren, steckte Florian einen goldenen Rohling ins Laufwerk und brannte ein erstes fertiges Master, so heißt das glaub ich.
Damit verzogen wir uns dann nach oben ins Wohnzimmer und hörten es uns auf der dortigen Anlage an. Es klingt alles ein bisschen weniger dynamisch, aber dafür homogener. Florian machte sich auf einem Zettel immer wieder Notizen. Nachdem die letzten kreischenden Geigentöne von “Was Schönes, das mir gar nicht so gefällt” verklungen waren, verzog Florian sein Gesicht und gestand, dass er sich wieder bei dem gleichen Fehler ertappt hat, den er immer beim Mastern macht. Zu viele Höhen. Und ich habe es nicht mal gehört. Nun denn, das bedeutete ab in den Keller und nochmal das Ganze korrigieren. Dann kam ein nächster goldener Rohling ins Laufwerk. Und das wird es doch jetzt hoffentlich sein. Das fertige Master.
Wieder hoch, wieder aufgelegt. Und jetzt strahlte auch Florian glücklich. “So machen wir´s!” Ich nickte stumm, schüttelte Frau Drehers Hand, dankte artig, umarmte Florian, nahm meinen Hut und zog wehmütig und stolz von dannen. Aufwiedersehen!

23. Tag im Studio

Friday, July 24th, 2009

“Der gemütlichste Sessel der Stadt”. Endlich. Fertig. Das war am Dienstag. Und dann erblickten 6/7 der Platte die Welt. Florian brannte alle fertig gemischten Lieder (zwei fehlen noch) auf CD und ich nahm sie mit zu meiner kleinen Geburtstagssause. Die Spannung stieg mit jedem Kilometer: Wie werden die Leute reagieren?
Und den Leuten gefiel´s. Ich musterte die Gesichter eingehend und konnte nicht Negatives ausmachen. Und verbal waren alle Reaktionen respektvoll. Aber mit zwei Tagen Distanz muss ich natürlich eingestehen: Wenn ich auf einen Geburtstag eingeladen bin und der Gastgeber spielt mir seine frisch eingespielte Platte vor, würde ich auch nicht sagen: “Ey, mach den Dreck aus!” oder so. Keiner beißt die Hand, die das Bier reicht. Sagt doch schon der Volksmund…

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22. Tag im Studio

Thursday, July 23rd, 2009

Ich hänge zurück. Sechs Tage. Oder fünf? Mein Studiotagebuch ist nicht mehr aktuell. Aber ich habe einen guten Grund. Ein Kurzzeitzelturlaub am Wochenende hielt mich ab. Und dann hatte Christine am Montag und ich am gestrigen Mittwoch Geburtsgedenktag. Ich bin jetzt 3 hoch 3 Jahre alt. Gilt das als Entschuldigung? Ich hoffe doch…
Was war am Freitag? Zwei Lieder wurden gemischt. “Was Schönes, das mir gar nicht so gefällt” und “Was dir fehlt”. Als Florian mit dem ersten Lied fertig war, schien er richtig traurig. Das ist vielleicht das beeindruckenste Machwerk, das wir da hingekriegt haben. “Was dir fehlt” ist aber auch nicht verkehrt. Weiß Gott nicht! Mit Zirkusorgel und rockigem, fröhlichem Sound hat das Lied Potenzial die zweite Single zu sein. Oder so. Und ich wusste gar nicht, dass meiner Stimme ein Delay-Effekt so gut steht. So schick, mein zartes Fistelstimmchen!

21. Tag im Studio

Thursday, July 16th, 2009

“Wenn der Gesang mehr Power als die Band hat, dann hat der Gesamtsound desto mehr Power, je lauter der Gesang gefahren wird.” sagte schon Konfuzius. Und dass es eine ewige Debatte zwischen Produzent und Sänger wäre, dass letzterer sich grundsätzlich als zu laut empfindet, weil er feige ist. So klug war Konfuzius, dass er sich bei solchen Sachen auskannte. Respekt, kann man da nur sagen.
Und eben diese Diskussion flackerte heute kurzzeitig auch bei uns auf. Wie immer, setzte sich Florian durch und wahrscheinlich hat er Recht. Je ausgiebiger man sich mit dem Klang von den Liedern auseinandersetzt, desto weniger Überblick hat man und desto weniger kann man dann auch das Lied im Zusammenklang einschätzen. So geht es mir zumindest. Und ich verliere völlig den Bezug. Soll das Akkordeon lauter, die Stimme leiser, der Gitarrenakzent muss deutlicher kommen, hier der Bass - ach, was weiß denn ich?! Eigentlich will ich in dieser Weise gar nicht Musik hören. Entweder mich berührt das Lied, der Text passt zu der Melodie und die Instrumente machen, was sie sollen, und dann ist es gut; oder eben nicht. Der Rest ist und bleibt doch Kokolores, nicht wahr?
Als ich kam mischte Florian gerade “Vom Tellerwäscher”. Es war erwartet schwierig, aus der Kontrabassspur etwas Brauchbares zu schustern, sehr viel leichter war das Akkordeon. Gut eingespielt, gut abgenommen - dadurch wird die Postproduktion überflüssig. Kontrabass ist äußerst kompliziert zu mikrofonieren und dann zum Klingen zu bringen. Aber auch das gelang, meines Erachtens, überraschend überzeugend.
Danach war “Heut nicht” dran. Zu diesem Zeitpunkt hatte Christine längst das Studio betreten. Sie ist der erste Mensch, dem als komplett außenstehender die Ehre zu Teil wurde, ein paar fertige Mixes zu hören. Kaum verklang der letzte Akkord, schon durchbohrten sie die fragenden Blicke. “Und?” Sie konnte meistens nichts so viel dazu sagen und wollte die Sachen erst mal sacken lassen. Außer “Der gemütlichste Sessel der Stadt”: der behagte ihr auf Anhieb sehr. Das war natürlich toll, ansonsten muss ich micht noch ein wenig gedulden, bis die Reaktion kommt. Und die ist wichtig, sehr sogar. Man dreht sich ja immer um sich und ist mit seinen produzierten Liedern in diesem Studio-Kosmos gefangen. Und jetzt wollen sie endlich raus an die frische Luft. Ich will sie weiß Gott nicht aufhalten…
“Heut nicht” wurde, wie erwartet, fantastisch. Ein lebendiges Stück auf einer vielseitigen Platte. Das hier klingt mittlerweile, wie ein Werbetext. Ärgerlich. Hoffentlich geht das nicht auf die Kosten meiner Glaubwürdigkeit. Aber was kann ich dafür? Ich finde das wirklich super! Muss ich mich dafür entschuldigen?

20. Tag im Studio

Wednesday, July 15th, 2009

Heute war alles wieder gut. Ich wusste ja, was mich erwartet und hatte heute auch richtig Lust darauf. Als ich um Viertel vor Eins im Studio ankam, war “Für die Fliegen” bereits fertig gemischt. Und Florian empfing mich freudestrahlend. “Das könnte auch eine Single sein!” meinte er. Und so klang es auch. Prächtig. Trotz des extremen Textes und der reduzierten Instrumentierung (nur Gitarre).
Dann verzogen Christian und ich uns ins Wohnzimmer und später, obwohl die Sonne wieder heftig brannte, in den Garten. Wir spielten und plauderten und irgendwann rief Florian nach mir, ich sollte mir das nächste Stück anhören. “Da schließt sich der Kreis”. Dieses eigentümliche Ding ist eines meiner Herzenslieder. Umso wichtiger, dass es dann auch so klingt, dass es andererleuts Herz berühren kann. Und ich glaube, das können Stimme, Gitarre und Fagott. Haargenau so will das Lied klingen!
Nun wurde ich wieder entlassen. Florian wollte in Ruhe weiter arbeiten und das geht nicht, wenn ich im Raum bin. Ich bin halt ein Unruhestifter, sonst würde ich nicht solch eine Platte aufnehmen. Als nächstes knüpfte er sich “Das Nebeneinander von Dingen” vor. Wieder Fagott, Gitarre und Gesang, genau gleich aufgenommen: Erst Gitarre und Gesang parallel, kein Metronomon und später die bereits von Silvia und mir fertig arrangierte Fagottspur drüber gespielt. Also konnte er auf der Soundbasis von “Da schließt sich der Kreis” auch aus diesem Lied rausholen, was drinsteckt. Und das tat er in gewohnter Zuverlässigkeit dann auch.
Am Ende des Tages widmeten wir uns dem Intro zu diesem Stück. Schon ein paar Mal hatte ich meine Klarinette zwischen Köln und Anrath hin und her transportiert, jetzt sollte sie ihren Beitrag leisten. Ich war schon ein bisschen erstaunt, dass ich diesem hochkomplexen Teil noch solch genießbare Töne entlocken konnte. Und das nach bestimmt sieben, acht Jahren ohne regelmäßiges Training. Also kann ich hier mit Stolz verkünden: das Intro zu “Das Nebeneinander von Dingen” haben meine Lunge und mein Mund in Co-Produktion mit meinen groben Händen zu Stande gebracht! Freut euch gefälligst darauf!
Natürlich nur, wenn ihr wollt.

19. Tag im Studio

Tuesday, July 14th, 2009

“Ab jetzt macht die Arbeit im Studio keinen Spaß mehr!” sagte Christian. Und ich muss zugeben, es fiel mir schwer, das was heute im Zeitstrahlstudio zu Anrath geschah, als spaßig zu empfinden. Denn ich konnte mich schlichtweg überhaupt nicht einbringen. Der letzte Ton ist eingespielt, jede Stelle zu unserer Zufriedenheit und jetzt werden die entstandenen Klangspuren einzeln mit dem perfekten Sound versehen und dann zueinander ins richtige Lautstärkenverhältnis gebracht. So was kann ich nicht. Das kann nur Florian. Es wurden Regler hierhin geschoben und dorthin geschoben, Kopfhörer auf und abgesetzt, einzelne Stellen wieder und wieder gehört, digitale Bearbeitungstools auf dem Bildschirm geöffnet und geschlossen. Und ich? Ich fühlte mich überflüssig.
Zum Glück hatte ich ein paar Spiele eingepackt und Christian nahm sich meiner an. So konnten wir uns die Zeit im Aufenthaltsraum angenehm vertreiben. Und mit wem, bitte, geht das besser als mit meinem Studiobassisten und Aushilfsstudiotagebuchautor? Zwischendurch wurden wir von Florian herübergewunken und durften uns die neuesten Tüfteleien anhören. Dabei wurde eine traurige Entscheidung getroffen, die ich aber eigentlich schon vorausgeahnt hatte: “Meistens ungefähr jetzt” wird nicht auf der Platte erscheinen! Die Gitarre ist zu leise und ist auch nicht so gespielt, dass sie wirklich überzeugt und auch die Stimme will nicht so recht berühren. Ist doch eigentlich ein schönes, kleines Ding. Jetzt ist es jedenfalls raus. Es muss seinen Weg alleine machen. Dafür alles Gute. Du warst mir immer ein treuer, aber leider etwas widerspenstiger Gefährte. Leb wohl.
Was Florian heute dann fertig gebracht hat war “Redensmüde” und “Der Pfeffersack, der Pfeffersack” - beides reine Liedermacherstücke, das heißt: nur mit Gesang und Gitarre instrumentiert. Nein Halt, am Ende von “Redensmüde” setzt Silvia mit ihrem Fagott noch eine wundervoll emotionalen Farbtupfer dazu. Und es klingt! Oh, wie das klingt! Ich weiß nicht, was Florian gemacht hat, aber das war auf jeden Fall genau das Richtige. Aber Hundertprozent!
Morgen soll ich erst ein bisschen später kommen. “Du sagst doch eh nur Ja und Amen!” hat Florian gesagt. Was denn sonst?

16. Tag im Studio

Tuesday, July 7th, 2009


Was ist das bloß für eine Albumproduktion? Da muß sich der kleine Bruder des Produzenten seine armen Finger wund spielen, während sich der feine Herr Künstler einen schönen Tag macht und höchstwahrscheinlich Rotwein trinkend über die Aufstellung des 1.FC Kölns philosophiert. Unfassbar! Jetzt muß ich auch noch diesen albernen Blog mit Buchstaben füttern, sonst könnte ja jemand einen Tag im Leben des Philipp Süß verpassen…

Egal! Es war mir eine Freude, einen weiteren Tag mit diesen wahnsinnigen Liedern verbringen zu dürfen. Wie von Philipp bereits unten erwähnt, habe ich gestern den Bass eingezupft, was bei drei von vier Stücken zu erfreulichen Ergebnissen führte. Anschließend ließ ich den Tag zufrieden und müde mit leckerem Bier und schlechtem Fernsehprogramm ausklingen, wobei mich dieses vierte Lied immer wieder dreist von der Seite anblökte: „Tja, da sieht man mal wieder, was du für ein erbärmlicher Typ bist. Machst hier einen auf Studiomusiker und dann sowas! Ich hol dir gleich einen Spiegel, damit du dir selbst beim Versagen zugucken kannst, du nutzloses Stück Blödheit!“

Es war schon Mitternacht, als mich plötzlich der Ehrgeiz packte, es diesem wiederspenstigem, garstigen Lied doch noch zu zeigen. „Du kannst mir gar nichts, du bescheuertes Lied“ blökte ich zurück und verschwand mit meinem Bass bewaffnet im Keller. Dort nahm ich mir „Stress macht frei“ – so heißt das Lied vermutlich – vor und spielte es so oft, bis es schließlich nachgab und sich meinen bereits geschundenen Fingern unterwarf. Geht doch, du kleines Miststück in Gestalt eines Schlupfliedes! Manchmal bedarf es einfach etwas mehr Zeit und Geduld, bis etwas das nicht passt, dann doch passt, oder so ähnlich.

Den heutigen Tag begann ich also in freudiger Erwartung darauf, Philipp und Florian meine neuen Basslinien und „Butterfills“ vorzuspielen. Philipp hielt es, wie gesagt, heute nicht für nötig seiner „Albumproduktion“ beizuwohnen, weshalb Florian und ich heute in brüderlicher Zweisamkeit das Studio rockten. Nachdem der Bass entgültig eingefunkt war, gingen wir dazu über, die Helge-Schneider-Orgel für „Was dir fehlt“ einzuorgeln, was mir sehr sehr viel Spaß bereitete. Diese lustig daherwabernde Orgel war genau das, was diesem Lied noch gefehlt hatte. Orgel was dir fehlt, quasi. Philipp, du kannst deine gestern gebloggten Zweifel über dieses Instrument vergessen und dich auf das Ergebnis freuen. Es war mir eine Freude.

Anmerkung: Mit „Butterfill“ beschriebenen wir gestern einen Bassfill, der bei „Der gemütlichste Sessel der Stadt“ auftauchte und vom Gemütlichkeitslevel her auch „Balu-der-Bär-Fill“ heißen könnte

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10. Tag im Studio

Tuesday, June 30th, 2009

Die zweite Studiophase wurde heute Mittag um 8 nach halb 2 eingeläutet. Der Zug von Krefeld nach Anrath fährt nämlich immer um halb und um voll, also halbstündlich, und braucht 8 Minuten, um meinen feinen Leib zu Florian in die Heimstatt seines Zeitstrahl-Studios zu bringen. So kam ich also bestens gelaunt mit meinem neuen Sommerhut dort an und er erwartete mich ebenso lächelnd aus seinem Auto.
Für heute waren keine Aufnahmen angesetzt, sondern es ging vielmehr um die Planung der nächsten zwei Wochen. Wir hörten uns einige Lieder nochmals an und stellten fest, dass die Bandaufnahmen von letzter Woche brauchbar sind. Wofür auch immer. Ich plädiere ja immer noch für eine Doppel-CD. Die Idee, ein Livealbum zu faken, indem wir Publikumsgeräusche und euphorischen Applaus zwischen die Lieder mischen und ich Pseudo-Ansagen dazu aufnehme, steht aber genau so hoch im Kurs. Mal sehen…
Nun gingen wir den Plan durch: Welche Musiker werden benötigt? Wo kriegen wir einen Akkordeonspieler her, der kein Geld verlangt, aber trotzdem unfassbar gut ist? Wo ist die Handynummer vom Geigenspieler, der doch schon fest für die Aufnahmen eingeplant war? Und wie lange arbeiten Lehrer? Diesen Beruf übt nämlich der Kontrabassist aus, dem wir die varantwortungsvolle Aufgabe zugedenken, auf meiner Platte sein Können zum Besten zu geben.  Florian rief ihn einfach an und siehe da: Nächste Woche Dienstag wird er uns sein Instrument und seine technischen Fertigkeiten daran ausborgen.
Aber wer spielt Akkordeon? Wir ergötzten uns an der Idee, einer Probe des Akkordeonorchesters Tönisvorst beizuwohnen, mit dunklen Sonnenbrillen, und uns dort wie die großen Popproduzenten aufzuplustern. Sucht im Netz mal nach Bildern von solchen Orchestern und ihr werdet sehen diese Vorstellung ist wahnsinnig komisch.
Nach ein paar Minuten war auch die Nummer von Francis organisiert. Er kommt morgen und bringt seine Geige mit. Ich bin gespannt, wie das klingen wird. Auf die Akkordeonfrage haben wir noch keine Antwort gefunden, aber wir bleiben da dran. Also wenn jemand jemanden kennt, dessen musikalische Leidenschaft größer ist als der Geschäftssinn, nur her mit den Kontaktdaten.
Ich jedenfalls muss jetzt dringend schlafen. Ist schließlich schon mehr als spät. Und diese ganzen Fragen machen so müde. Wann verpflichtet der FC eigentlich endlich den ersten Defensivspezialisten?

2. Tag im Studio

Friday, May 22nd, 2009

24. 06. 09 KÖLN- Stadtgarten: 1. KÖLNER SCHLARAFFENTAG mit Gisbert zu Knyphausen, Die Oliver Minck Erfahrung, Roland Meyer de Voltaire, Halbwolf und natürlich: Philipp Süß Und So

26. 06. 09 AACHEN - Hauptquartier: Halbwolf, Philipp Süß Und So

27. 06. 09 KREFELD - Kulturrampe: 1. KREFELDER SCHLARAFFENTAG mit Gisbert zu Knyphausen, Voltaire, Halbwolf und - sonst würde es hier nicht stehen - Philipp Süß Und So

Ich fasse mich kurz, denn das war ein langer Tag. Er endete gerade im Blauen Engel in der City von Krefeld mit einem wunderbar gezapften, kühlen Bierchen. Vorher war mal wieder die wohltuende Plackerei im Studio angesagt. Um 11 Uhr 30 legten wir los und hatten auch überraschend schnell „Heut nicht“ fertig. Ein schönes Lied, wie mir auch Florian bestätigte, das auch schon auf der „Hinterköpfe spiegeln nicht“-EP zu finden war. So ging es gleich weiter und ich wollte es heute richtig wissen – mit „Da schließt sich der Kreis“ folgte eine ziemlich schwere Aufgabe. Letzten Endes ging aber auch das leichter von der Hand, als erwartet. So konnten wir ganz entspannt um 17 Uhr unser Mittagsmahl einnehmen, das wie von Geisterhand zubereitet schon in der Küche auf uns wartete. Ein Traum.

Zu diesem Zeitpunkt waren längst drei weitere Herzensfreunde zugegen und bekundeten ihr Gefallen, nachdem sie sich das bisher produzierte zu Ohren geführt hatten. Leider ließ dann die Konzentration, nicht zuletzt wegen der Gegenwart dieser Gesellen, ein wenig nach. Wir versuchten uns an „Redensmüde und sangesfaul“, dessen Ergebnis mich nicht so recht zufrieden stellen wollte. Jedoch hat dieses Lied ein neues, sehr viel versprechendes Ende erhalten. Ich bin jetzt schon gespannt, wie das mal klingen wird.

Wir entschieden, dass es keinen Sinn macht, sich weiter an diesem schwer zu singenden Kleinod der Musikkunst abzumühen und widmeten uns in der Folge dem relativ neuen Punkrock-Liedermacher-Stück „Vom Tellerwäscher“. Das fluppte dann auch in einer anderen Weise – es dauerte kaum eine Stunde, dann hatten wir das Ding im Sack. So kann´s eben auch gehen…

So, jetzt muss ich aber ganz schnell pennen. Morgen geht es schließlich weiter und die Uhr tickt schon bedenklich gen halb zwei. Die Sau!

 

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Monday, February 9th, 2009

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