Archive for July, 2009

26. Tag im Studio

Friday, July 31st, 2009

So, das war´s! Fertig! Der gestrige Donnerstag war der letzte Studiotag. Florian hatte schon einige Lieder fertiggemastert, die restlichen mussten noch in der Lautstärke angepasst. Danach wurden die Lieder in die von mir gedachte Reihenfolge gebracht und Florian hörte sich die Übergänge an, ob ihm das so gefällt. Dann überlegten wir, wie lange die Pausen zwischen den einzelnen Liedern sein sollen und wir regelten das dann individuell. Als wir damit fertig waren, steckte Florian einen goldenen Rohling ins Laufwerk und brannte ein erstes fertiges Master, so heißt das glaub ich.
Damit verzogen wir uns dann nach oben ins Wohnzimmer und hörten es uns auf der dortigen Anlage an. Es klingt alles ein bisschen weniger dynamisch, aber dafür homogener. Florian machte sich auf einem Zettel immer wieder Notizen. Nachdem die letzten kreischenden Geigentöne von “Was Schönes, das mir gar nicht so gefällt” verklungen waren, verzog Florian sein Gesicht und gestand, dass er sich wieder bei dem gleichen Fehler ertappt hat, den er immer beim Mastern macht. Zu viele Höhen. Und ich habe es nicht mal gehört. Nun denn, das bedeutete ab in den Keller und nochmal das Ganze korrigieren. Dann kam ein nächster goldener Rohling ins Laufwerk. Und das wird es doch jetzt hoffentlich sein. Das fertige Master.
Wieder hoch, wieder aufgelegt. Und jetzt strahlte auch Florian glücklich. “So machen wir´s!” Ich nickte stumm, schüttelte Frau Drehers Hand, dankte artig, umarmte Florian, nahm meinen Hut und zog wehmütig und stolz von dannen. Aufwiedersehen!

25. Tag im Studio

Tuesday, July 28th, 2009

Das war heute der definitiv vorletzteste Tag, den ich je im Zeitstrahlstudio verbracht habe. Zumindest vorerst. Schade, aber wahr. Und es war ein ausgesprochen schöner: geistreich diskutieren, rumalbern, tolle Musik hören und lecker Essen - Divenherz was willst du mehr?!
Der wirklichen Arbeit wohnte ich nur etwa eine Stunde lang bei, dann war Florian schon fertig. “Das alte Feuer” war der letzte Song, den er mit geschicktem Drehen und Schieben der Regler zu einem klanglichen Meisterwerk zaubern wollte. Ob es ihm gelungen ist? So was ist doch immer subjektiv, am besten du kommst vorbei und hörst es dir bei ner Tasse Kaffee und einem Achtel Melone selbst an. Das klingt doch nach nem Plan, oder?
Nachdem dieses wunderschöne Punkrocklied eingekleidet war, erzählte mir mein Produzent und Mentor beiläufig, er hätte beim “Grobi” etwas verändert, Streicher, Schlagzeug und Bass kämen ihm da zu unvorbereitet um die Ecke und man müsse das vorher ankündigen. Jetzt hört man einen Geigenauftakt und einen Snarewirbel. Wenn ich ganz ehrlich bin, und ich bin jetzt mal ganz ehrlich, dann war es mir ziemlich gleich, ob das jetzt da ist oder nicht. Es bleibt ein fetter Opener, wie wir Musiker zu sagen pflegen. Ja, fett - das ist er, der Grobi!

24. Tag im Studio

Friday, July 24th, 2009

Heute waren wir völlig energielos. Es gab zwar fast keinen Tag, an dem ich nicht auf die Frage, wie es mir gehe, erwiderte: Ich bin ziemlich fertig, oder durch, oder müde, oder was man sonst noch so sagt. Aber dann ging es irgendwie doch. Nur nicht heute. Florian und Christian empfanden diesen vergessenswürdigen Tag genau so. Und dann stand auch noch der erwartet kompliziert zu mischende “Grobi” auf der Tagesordnung ganz oben.
Florian kämpfte mit dem Kontrabass, mit den sehr dominanten Streichern, mit meinem Timing und mit vielem mehr. Nein, leicht war das heute nicht, vor allem nicht unter diesen Voraussetzungen. Aber Florian wäre nicht Florian, wenn er nicht am Ende doch ein mehr als nur vorzeigbares Ergebnis erzielt hätte. Wahrscheinlich wird die Platte sogar mit diesem rumpelnden, scheppernden kleinen hässlich-schönen Bastard eingeläutet. Ich bin ja eher der Typ, der undiplomatisch mit der Tür ins Haus fällt. Wieso dann nicht auch auf meinem ersten Silberling?
Heute Abend beschäftigte ich mich mit der Liedreihenfolge. Hier - weltexklusiv - das vorläufige Ergebnis:
1. Ein Grobmotoriker bittet zum Tanz 2. This ain´t a lovesong 3. Was dir fehlt 4. Für die Fliegen 5. Vom Tellerwäscher 6. Da schließt sich der Kreis 7. Intro 8. Redensmüde 9. Der Pfeffersack, der Pfeffersack 10. Der gemütlichste Sessel der Stadt 11. Heut nicht 12. Das Nebeneinander von Dingen 13. Was Schönes, das mir gar nicht so gefällt
Und welches Lied fehlt noch? Den ersten 30, die das beantworten können, verspreche ich hiermit ein von mir zubereitetes Abendessen mit Kartoffeln, Gemüse und Fleisch hier in meiner Bude. Wenn das mal kein Ansporn ist. Also nichts wie los. Frohes rätseln!

23. Tag im Studio

Friday, July 24th, 2009

“Der gemütlichste Sessel der Stadt”. Endlich. Fertig. Das war am Dienstag. Und dann erblickten 6/7 der Platte die Welt. Florian brannte alle fertig gemischten Lieder (zwei fehlen noch) auf CD und ich nahm sie mit zu meiner kleinen Geburtstagssause. Die Spannung stieg mit jedem Kilometer: Wie werden die Leute reagieren?
Und den Leuten gefiel´s. Ich musterte die Gesichter eingehend und konnte nicht Negatives ausmachen. Und verbal waren alle Reaktionen respektvoll. Aber mit zwei Tagen Distanz muss ich natürlich eingestehen: Wenn ich auf einen Geburtstag eingeladen bin und der Gastgeber spielt mir seine frisch eingespielte Platte vor, würde ich auch nicht sagen: “Ey, mach den Dreck aus!” oder so. Keiner beißt die Hand, die das Bier reicht. Sagt doch schon der Volksmund…

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22. Tag im Studio

Thursday, July 23rd, 2009

Ich hänge zurück. Sechs Tage. Oder fünf? Mein Studiotagebuch ist nicht mehr aktuell. Aber ich habe einen guten Grund. Ein Kurzzeitzelturlaub am Wochenende hielt mich ab. Und dann hatte Christine am Montag und ich am gestrigen Mittwoch Geburtsgedenktag. Ich bin jetzt 3 hoch 3 Jahre alt. Gilt das als Entschuldigung? Ich hoffe doch…
Was war am Freitag? Zwei Lieder wurden gemischt. “Was Schönes, das mir gar nicht so gefällt” und “Was dir fehlt”. Als Florian mit dem ersten Lied fertig war, schien er richtig traurig. Das ist vielleicht das beeindruckenste Machwerk, das wir da hingekriegt haben. “Was dir fehlt” ist aber auch nicht verkehrt. Weiß Gott nicht! Mit Zirkusorgel und rockigem, fröhlichem Sound hat das Lied Potenzial die zweite Single zu sein. Oder so. Und ich wusste gar nicht, dass meiner Stimme ein Delay-Effekt so gut steht. So schick, mein zartes Fistelstimmchen!

21. Tag im Studio

Thursday, July 16th, 2009

“Wenn der Gesang mehr Power als die Band hat, dann hat der Gesamtsound desto mehr Power, je lauter der Gesang gefahren wird.” sagte schon Konfuzius. Und dass es eine ewige Debatte zwischen Produzent und Sänger wäre, dass letzterer sich grundsätzlich als zu laut empfindet, weil er feige ist. So klug war Konfuzius, dass er sich bei solchen Sachen auskannte. Respekt, kann man da nur sagen.
Und eben diese Diskussion flackerte heute kurzzeitig auch bei uns auf. Wie immer, setzte sich Florian durch und wahrscheinlich hat er Recht. Je ausgiebiger man sich mit dem Klang von den Liedern auseinandersetzt, desto weniger Überblick hat man und desto weniger kann man dann auch das Lied im Zusammenklang einschätzen. So geht es mir zumindest. Und ich verliere völlig den Bezug. Soll das Akkordeon lauter, die Stimme leiser, der Gitarrenakzent muss deutlicher kommen, hier der Bass - ach, was weiß denn ich?! Eigentlich will ich in dieser Weise gar nicht Musik hören. Entweder mich berührt das Lied, der Text passt zu der Melodie und die Instrumente machen, was sie sollen, und dann ist es gut; oder eben nicht. Der Rest ist und bleibt doch Kokolores, nicht wahr?
Als ich kam mischte Florian gerade “Vom Tellerwäscher”. Es war erwartet schwierig, aus der Kontrabassspur etwas Brauchbares zu schustern, sehr viel leichter war das Akkordeon. Gut eingespielt, gut abgenommen - dadurch wird die Postproduktion überflüssig. Kontrabass ist äußerst kompliziert zu mikrofonieren und dann zum Klingen zu bringen. Aber auch das gelang, meines Erachtens, überraschend überzeugend.
Danach war “Heut nicht” dran. Zu diesem Zeitpunkt hatte Christine längst das Studio betreten. Sie ist der erste Mensch, dem als komplett außenstehender die Ehre zu Teil wurde, ein paar fertige Mixes zu hören. Kaum verklang der letzte Akkord, schon durchbohrten sie die fragenden Blicke. “Und?” Sie konnte meistens nichts so viel dazu sagen und wollte die Sachen erst mal sacken lassen. Außer “Der gemütlichste Sessel der Stadt”: der behagte ihr auf Anhieb sehr. Das war natürlich toll, ansonsten muss ich micht noch ein wenig gedulden, bis die Reaktion kommt. Und die ist wichtig, sehr sogar. Man dreht sich ja immer um sich und ist mit seinen produzierten Liedern in diesem Studio-Kosmos gefangen. Und jetzt wollen sie endlich raus an die frische Luft. Ich will sie weiß Gott nicht aufhalten…
“Heut nicht” wurde, wie erwartet, fantastisch. Ein lebendiges Stück auf einer vielseitigen Platte. Das hier klingt mittlerweile, wie ein Werbetext. Ärgerlich. Hoffentlich geht das nicht auf die Kosten meiner Glaubwürdigkeit. Aber was kann ich dafür? Ich finde das wirklich super! Muss ich mich dafür entschuldigen?

20. Tag im Studio

Wednesday, July 15th, 2009

Heute war alles wieder gut. Ich wusste ja, was mich erwartet und hatte heute auch richtig Lust darauf. Als ich um Viertel vor Eins im Studio ankam, war “Für die Fliegen” bereits fertig gemischt. Und Florian empfing mich freudestrahlend. “Das könnte auch eine Single sein!” meinte er. Und so klang es auch. Prächtig. Trotz des extremen Textes und der reduzierten Instrumentierung (nur Gitarre).
Dann verzogen Christian und ich uns ins Wohnzimmer und später, obwohl die Sonne wieder heftig brannte, in den Garten. Wir spielten und plauderten und irgendwann rief Florian nach mir, ich sollte mir das nächste Stück anhören. “Da schließt sich der Kreis”. Dieses eigentümliche Ding ist eines meiner Herzenslieder. Umso wichtiger, dass es dann auch so klingt, dass es andererleuts Herz berühren kann. Und ich glaube, das können Stimme, Gitarre und Fagott. Haargenau so will das Lied klingen!
Nun wurde ich wieder entlassen. Florian wollte in Ruhe weiter arbeiten und das geht nicht, wenn ich im Raum bin. Ich bin halt ein Unruhestifter, sonst würde ich nicht solch eine Platte aufnehmen. Als nächstes knüpfte er sich “Das Nebeneinander von Dingen” vor. Wieder Fagott, Gitarre und Gesang, genau gleich aufgenommen: Erst Gitarre und Gesang parallel, kein Metronomon und später die bereits von Silvia und mir fertig arrangierte Fagottspur drüber gespielt. Also konnte er auf der Soundbasis von “Da schließt sich der Kreis” auch aus diesem Lied rausholen, was drinsteckt. Und das tat er in gewohnter Zuverlässigkeit dann auch.
Am Ende des Tages widmeten wir uns dem Intro zu diesem Stück. Schon ein paar Mal hatte ich meine Klarinette zwischen Köln und Anrath hin und her transportiert, jetzt sollte sie ihren Beitrag leisten. Ich war schon ein bisschen erstaunt, dass ich diesem hochkomplexen Teil noch solch genießbare Töne entlocken konnte. Und das nach bestimmt sieben, acht Jahren ohne regelmäßiges Training. Also kann ich hier mit Stolz verkünden: das Intro zu “Das Nebeneinander von Dingen” haben meine Lunge und mein Mund in Co-Produktion mit meinen groben Händen zu Stande gebracht! Freut euch gefälligst darauf!
Natürlich nur, wenn ihr wollt.

19. Tag im Studio

Tuesday, July 14th, 2009

“Ab jetzt macht die Arbeit im Studio keinen Spaß mehr!” sagte Christian. Und ich muss zugeben, es fiel mir schwer, das was heute im Zeitstrahlstudio zu Anrath geschah, als spaßig zu empfinden. Denn ich konnte mich schlichtweg überhaupt nicht einbringen. Der letzte Ton ist eingespielt, jede Stelle zu unserer Zufriedenheit und jetzt werden die entstandenen Klangspuren einzeln mit dem perfekten Sound versehen und dann zueinander ins richtige Lautstärkenverhältnis gebracht. So was kann ich nicht. Das kann nur Florian. Es wurden Regler hierhin geschoben und dorthin geschoben, Kopfhörer auf und abgesetzt, einzelne Stellen wieder und wieder gehört, digitale Bearbeitungstools auf dem Bildschirm geöffnet und geschlossen. Und ich? Ich fühlte mich überflüssig.
Zum Glück hatte ich ein paar Spiele eingepackt und Christian nahm sich meiner an. So konnten wir uns die Zeit im Aufenthaltsraum angenehm vertreiben. Und mit wem, bitte, geht das besser als mit meinem Studiobassisten und Aushilfsstudiotagebuchautor? Zwischendurch wurden wir von Florian herübergewunken und durften uns die neuesten Tüfteleien anhören. Dabei wurde eine traurige Entscheidung getroffen, die ich aber eigentlich schon vorausgeahnt hatte: “Meistens ungefähr jetzt” wird nicht auf der Platte erscheinen! Die Gitarre ist zu leise und ist auch nicht so gespielt, dass sie wirklich überzeugt und auch die Stimme will nicht so recht berühren. Ist doch eigentlich ein schönes, kleines Ding. Jetzt ist es jedenfalls raus. Es muss seinen Weg alleine machen. Dafür alles Gute. Du warst mir immer ein treuer, aber leider etwas widerspenstiger Gefährte. Leb wohl.
Was Florian heute dann fertig gebracht hat war “Redensmüde” und “Der Pfeffersack, der Pfeffersack” - beides reine Liedermacherstücke, das heißt: nur mit Gesang und Gitarre instrumentiert. Nein Halt, am Ende von “Redensmüde” setzt Silvia mit ihrem Fagott noch eine wundervoll emotionalen Farbtupfer dazu. Und es klingt! Oh, wie das klingt! Ich weiß nicht, was Florian gemacht hat, aber das war auf jeden Fall genau das Richtige. Aber Hundertprozent!
Morgen soll ich erst ein bisschen später kommen. “Du sagst doch eh nur Ja und Amen!” hat Florian gesagt. Was denn sonst?

18. Tag im Studio

Thursday, July 9th, 2009

Ich komme mir schon ein bisschen blöd vor, weil ich jeden Tag schreibe, wie toll es heute war und dass heute etwas ganz und gar Besonderes passiert ist. Aber gerade jetzt, wo meine Lieder einen neuen Anstrich verpasst bekommen, geschieht mit jedem Ton, der aufgenommen wird, etwas für mich Weltbewegendes. Man muss sich das mal vorstellen: ich lebe seit einigen Jahren mit diesen kleinen Liedern und plötzlich werden sie groß, erstrahlen in den verrücktesten Farben, die ich mir vorher gar nicht vorstellen konnte. Also ist es mir egal, ob ihr mich mittlerweile für unzurechnungfähig haltet: auch heute war es wieder toll. Ein ganz besonderer Tag.
Heute morgen betrat Florian mitsamt Herbert von Werden das Studio. Herbert konnten wir dafür gewinnen, seine Fähigkeiten am Kontrabass in den Dienst der Platte zu stellen. Zwei Lieder hatten wir uns ausgeguckt: “Vom Tellerwäscher” und “Ein Grobmotoriker bittet zum Tanz”. Doch bevor wir mit den Aufnahmen beginnen konnten, wurde in minutiöser Kleinstarbeit dafür gesorgt, dass der Bass nicht zu sehr matscht. Für die, die das noch nicht wissen, so ein Kontrabass matscht nämlich sehr gerne. Und wer will das schon, einen matschenden Bass auf der Platte?
Florian entschied sich nach langem rumgechecke mal wieder für die richtige Mikrofonierung. Ja, so muss ein Kontrabass klingen! Nun konnte begonnen werden. “Vom Tellerwäscher” groovte dann auch schnell sehr gut, Herbert spielte mit viel Gefühl diesen, meinen neuen Straßenfeger, schon hatten wir ihn zu unserer Zufriedenheit im Kasten. Der “Grobi”, wie das Lied mit der Tanzaufforderung im Titel bei uns nur noch liebevoll heißt, war da um ein Vielfaches widerspenstiger. Ist ja auch ein komisches Stück. Es wurde geprobt, arrangiert, überlegt, wiederholt und dann waren wir uns einig: wenig ist viel, einfach ist gut. E F# G A H D E / G A F# A H - war ja auch naheliegend…
Dann kam Thomas Weibel mit seinen zwei Akkordeons. Das erste, was er sagte war, dass er sich zu “Heut nicht” eine tolle Begleitung ausgedacht, zu “Vom Tellerwäscher” aber keine rechte Idee hätte. Ersteres wollten wir dann auch direkt hören und er hatte Recht: es klang vorzüglich. Eh wir uns versahen war das Teil eingespielt. Es klingt ein bisschen nach Irish Folk und doch immer noch nach sinkendem Schiff oder so. Und dazu ein Rockschlagzeug. Interessant, interessant. Ein hübscher Bursche ist es gewurden, dieses “Heut nicht”. Bei “Vom Tellerwäscher” waren wir dann nur an ein paar harmonischen Akzenten interessiert. Die bekamen wir dann auch prompt. Supergeil! Genau das hatte dem Lied noch gefehlt.
Als die netten Herren das Zeitstrahl-Studio gerade verlassen hatten, fiel uns auf, dass das nun die letzten Aufnahmen waren, die wir geplant hatten. Darauf gönnten wir uns ein Altbier aus der ältesten Brauerei Deutschlands, wie mir glaubwürdig mit wichtigen Augen mitgeteilt wurde. Das schmeckte man dann auch. Die Leute wissen, was sie tun. Lecker!

17. Tag im Studio

Wednesday, July 8th, 2009

Heute hatte ich schon wieder Gefühle. Was Francis Norman, der Geigen- und  Bratschenvirtuose, Marian Menge an seiner Lap Steel-Guitar und Christian Dreher, am Bass, aus “Was Schönes, das mir gar nicht so gefällt” gemacht haben, ist überwältigend. Marian ist ja sonst Gitarrist bei Voltaire (www.voltaire-musik.de), aber stellte mir heute seine außergewöhnlichen Fähigkeiten für meine Platte zur Verfügung. Bei Francis wusste ich schon von seinem letzten Stelldichein im Studio, was für ein Teufelskerl er ist.
Wie groß und ruhig es vor sich hin schlendert, traurig schwer und doch immer in der Schwebe, es zieht nach oben und nach unten zugleich… ach lass es doch einfach, was soll ich hier mit den Worten ringen, wenn ich es doch nicht beschreiben kann. Ich würde es gern allen zeigen und meine Gänsehaut, die ich heute hatte, teilen.
Zudem wurde, mehr so zwischen Tür und Angel, die bereits begonnene Geigen- und Bratschenspur zu “Ein Grobmotoriker bittet zum Tanz” vollendet. Da kommt ja morgen noch Kontrabass und Akkordeon drauf, das Selbe auch bei “Vom Tellerwäscher”. Ich bin geflitzt wie ein Spannungsbogen, ehrlich!